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Die Bilsteinhöhle
Die Bilsteinhöhle findet sich im äußersten Westen des Warsteiner Sattels, eines Sattels aus mitteldevonischem Massenkalk, der sich von der Bilsteinhöhle im Westen bis nach Kallenhardt im Osten, also über ca. 8 km erstreckt. Die Höhle hat eine Gesamt-Ganglänge von fast 2.000 m, davon sind ca. 400 m als ganzjährig geöffnete Schauhöhle für Besucher zugänglich. Die Tiefe der Höhle beträgt ca. 50 Meter.
In der Bilsteinhöhle wurden sowohl paläontologische als auch vorgeschichtliche Funde gemacht. Die Knochenfunde stammen im Wesentlichen aus der Weichsel-Kaltzeit, nachgewiesen wurden vor allem Höhlenbär, Höhlenlöwe, Höhlenhyäne und Rentier. Aus den verschiedenen menschlichen Besiedlungsphasen stammen eine mittelsteinzeitliche Jägerstation, ein Kupferdolch der Glockenbecherkultur (ca. 2.300 vor Christus), ein Zylinderhalsgefäß der Urnenfelderkultur (ca. 800 vor Christus) und zahlreiche Funde aus der vorrömischen Eisenzeit (ca. 500 vor Christus), darunter Keramik, Schmuck und menschliche Knochen.
Menschlicher Schädelrest aus der Bilsteinhöhle Warstein
Mit Eisen und Kupfer Berühmtheit erlangt
Von Theresa Lennert |
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Zu Fuß in die Dunkelheit
Warstein. Drei Tage lang, von Freitag, 15., bis Sonntag, 17. September,
steht im Rahmen des Tages des Geotops der historische Bergbau um Warstein
im Blickpunkt. "Jacob Strack auß der statt Warstein ein 18jähriger Bergmann
aufm Oberhagen in der Eyßen grube durch einen auß der Kupel abgefallenen stein
auff der stell gleich todt" - so lautet ein Eintrag in das Suttroper Sterberegister
vom 26. August 1756. Vor 250 Jahren starb der junge Bergmann in der wichtigsten
der damaligen Gruben, der Grube "Rom" im Oberhagen.
Noch heute sind die Spuren dieser Grube im Gelände unübersehbar: Riesige
Krater mitten im Oberhagen. Wer genauer hinsieht, der begegnet den Relikten
rund um Warstein auf Schritt und Tritt. Genauer hinzusehen - dazu laden der
Heimatverein Suttrop und Stefan Enste (Alte Jugendherberge im Bilsteintal)
am kommenden Wochenende ein. Am Samstag, 16. September, beginnt um 9 Uhr am
Haus Kupferhammer eine bergbaukundliche Wanderung.
Auf 14 Kilometern werden den Wanderern Spuren des Bergbaus begegnen: Die
Grube "Rom im Oberhagen", verschiedene Stollen und Pingen im Stillenberg,
die alte Grube St. Christoph im Schorental, Grube Georg am Grünen Ufer,
Grube Siebenstern im Kahlenberg und die Grube David an der Bilsteinhöhle;
insgesamt ca. ehemalige 17 Bergbau-Bereiche liegen am Weg.
Interessierte, denen die ganze Wanderung zu lang ist, oder die sich für
einzelne Bereiche interessieren, können an verschiedenen Stellen dazustoßen:
Oberhagen, Suttroper Seite, Bildstock (ca. 10.15 Uhr), am alten Friedhof
der Westfälischen Kliniken (ca. 10.30 Uhr), an der Gaskugel (ca. 11.45 Uhr),
am Biohof Matern (ca. 13 Uhr), dort Mittagspause, an der Schutzhütte
im Kahlenberg (ca. 14.40 Uhr), am Trafoturm der Grube David (ca. 15 Uhr).
Wer die Arbeitswelt der Bergleute am eigenen Leib spüren möchte, der
ist zu den Grubenlampenführungen in der Bilsteinhöhle eingeladen.
Da keines der ehemaligen Bergwerke öffentlich zugänglich ist, dient
die Bilsteinhöhle als Ersatzbergwerk. In der Höhle möchte Stefan Enste
verschiedene historische Grubenlampen vorstellen. Treffpunkt ist am
Freitag und Samstag um 17 Uhr an der Alten Jugendherberge im Bilsteintal.
Für Sonntag, 17. September, konnte der Präsident des Landesarchivs NRW,
Dr. Wilfried Reininghaus zu einem Vortrag gewonnen werden: "Historischer
Bergbau im Arnsberger Wald" um 17 Uhr in der Alten Jugendherberge im
Bilsteintal. Weitere Infos unter www.Bilsteintal.de.
Quelle: Bericht über die Tätigkeit der Bergbehörden
des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2003
Besucherbergwerke und -höhlen
Die Anzahl der unter Bergaufsicht stehenden Besucherbergwerke
und –höhlen hat sich gegenüber dem Vorjahr
nicht verändert. Eine detaillierte Auflistung gibt Anlage A 6
wieder.
Insbesondere das der Bergaufsicht des Bergamts Kamen
unterliegende Besucherbergwerk Kleinenbremen und die
Besucherhöhle Bilsteinhöhle in Warstein haben im Jahr
2003 einen rückläufigen Besucherstrom zu verzeichnen.
Die Besucherzahlen, 25.783 im Besucherbergwerk
Kleinenbremen und 42.614 in der Besucherhöhle
Bilsteinhöhle, liegen ca. 18,8 % bzw. 12,4 % unter denen
des Vorjahres.
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Quelle: WR Warstein vom 28.09.2006
